Australischer Windhund


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Australischer Windhund

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Sie nutzten ihre Mäuler dazu, wildes Rindvieh zu weiden und es durch Kneifen dorthin zu bringen, wo sie es wollten. Sie sind Arbeitshunde und brauchen geistige und körperliche Anregung, um glücklich zu sein.

Sie befolgen Befehlen perfekt, aber nutzen auch ihr Gehirn, um ihr Ziel zu erreichen. Einmal trainiert, ist die Rasse ein perfekter Begleiter und ist bis aufs letzte treu.

Sie neigen dazu, kleine Kinder zu kneifen, eine frühe Sozialisation ist daher wichtig, um dieses Verhalten auszutreiben.

Sie müssen immer beschäftigt werden, Ballspiele und viel Bewegung sind wichtig, damit die Tiere sich nicht langweilen.

Ansonsten wird Konkurrenverhalten oder sogar zerstörerisches Verhalten auftreten. Mit älteren Kindern und anderen Haustieren kommen sie gut zurecht, wenn dies früh eingeführt wurde.

Fremden gegenüber können sie sehr misstrauisch sein. Sie schützen ihre Familie und ihr Zuhause und eignen sich gut als Wachhunde.

Mit ihrer unermüdlichen Energie eignen sie sich zudem wunderbar als Lauf- oder Jogging-Partner. Tägliche Bewegung ist unbedingt erforderlich. Sie mögen es nicht, für lange Zeit allein gelassen zu werden und sind am besten geeignet für jemanden, der einen Job an der frischen Luft hat, bei dem der Hund Teil Ihres Lebens sein kann.

Sie mögen Gesellschaft und werden Ihnen dies mit Loyalität und Hingabe zurückzahlen. Die Hauptverantwortung für die Instandhaltung des Hundezaunes liegt noch heute bei den Landbesitzern, deren Besitztümer an den Zaun grenzen und die vom Staat Unterstützung bekommen können.

Ein Prämiensystem sowohl lokal als auch von Seiten der Regierung war zwar von bis zum Ende des Jahrhunderts in Kraft, dennoch gibt es — trotz der Milliarden von gezahlten Dollars — keine Hinweise darauf, dass es jemals eine effektive Methode zur Eingrenzung war, und die Prämien nahmen mit der Zeit ab.

Ebenso nahm die Anzahl der Dogger ab und die der staatlichen Vergiftungsaktionen mit aus der Luft abgeworfenen Ködern zu.

In dieser Zeit gingen viele Farmer in Westaustralien zur Rinderwirtschaft über, und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biologie ermöglichten effizientere und kostengünstigere Bekämpfungsstrategien und -techniken, beispielsweise die Verwendung von Natriumfluoracetat kurz Das führte zu ersten Befürchtungen, Dingos könnten lokal aussterben.

Umweltschützer wandten sich gegen eine wahllose Tötung von Dingos und forderten auch die Wirkung auf andere Lebewesen zu berücksichtigen.

Untersuchungen über die Lebensweise der Dingos führten dann zu der Praxis, Köder in der Nähe von Wasserstellen, Verstecken und konzentriertem Beutevorkommen auszulegen.

Besitzer von Dingos und anderen Haushunden werden mitunter dazu aufgefordert, diese zu sterilisieren und unter Beobachtung zu halten, um die Zahl streunender und verwilderter Haushunde zu reduzieren und eine Vermischung mit Dingos zu verhindern beispielsweise unter dem Territory Parks and Wildlife Conservation Act Historisch gesehen wurden bei der Bekämpfung von Dingos die Ansichten und Bedürfnisse der Einheimischen und deren Kultur nicht zur Kenntnis genommen.

Ebenso sollten Geburten-, Schaden- und Sterblichkeitsraten von Nutzvieh erfasst werden. Die Kontrollen und Untersuchungen zielen darauf ab, Verluste an Nutzvieh zu minimieren, und nicht darauf, Dingos zu schützen.

Die Annahme, dass Riesenbeutelmarder durch Giftköder Schaden nehmen könnten, führte dazu, dass die Gebiete, in denen man Giftköder aus der Luft abwerfen durfte, kleiner wurden.

In den Gebieten, wo das Abwerfen von Giftködern aus der Luft nicht mehr möglich ist, ist es notwendig, Fallen zu stellen und Giftköder am Boden auszulegen.

Wo Stahlfallen oder Giftköder nicht eingesetzt werden können oder dürfen beispielsweise in Wohngebieten , werden Käfigfallen eingesetzt.

Strychnin wird nach wie vor in ganz Australien eingesetzt. Es kommt auch vor, dass Dingos vom Pferderücken aus gejagt und geschossen oder dass Prämien für den Abschuss gezahlt werden.

Eine Methode, die allerdings keinen nachweislichen Nutzen hat, ist es, die Leichen von erlegten Hunden entlang der Grenze des eigenen Gebietes aufzuhängen in dem Glauben, dass dies andere wilde Hunde abschrecken würde.

Eine Bekämpfung über das bewusste Verbreiten von Krankheiten wird in der Regel nicht in Betracht gezogen. Da typische Hundekrankheiten bereits in der Population vorhanden sind, wären solche Versuche vermutlich nicht erfolgreich, und Hunde in Menschenhand wären ebenso für diese Krankheiten anfällig.

Andere biologische Bekämpfungsmethoden gelten bisher als nicht machbar, da sie mit hohem Risiko auch Hunde in Menschenhand dezimieren würden.

Aufgrund von Untersuchungen vermutet man, dass ohnehin nur Hunde gefangen werden, die auch sonst gestorben wären. Es gibt einen bekannten Fall, in dem eine Dingohündin einen Dogger verfolgte und dessen Fallen nacheinander auslöste, indem sie vorsichtig ihre Vorderpfote durch den Sand schob, unter dem die Falle lag.

Zwar werden die meisten Köder innerhalb weniger Tage aufgenommen, es gibt aber auch Berichte von Ködern, die noch nach Monaten ihre Giftigkeit nicht verloren hatten und eine Gefahrenquelle darstellten.

Zudem bewirken Zäune lediglich, dass das Problem verlagert wird. Wenn überhaupt, wäre nur eine zusammenhängende koordinierte Bekämpfung in allen Gebieten auf Dauer effizient.

Laut Untersuchungen an wilden Hunden in den Siedlungsbereichen des Südostens von Queensland würde eine gezielte Bekämpfung von Junghunden mit gleichzeitiger Verschonung der Leithunde mehr bringen, da die entsprechenden Gebiete von den Leithunden besetzt bleiben und keine neuen Hunde zuwandern könnten.

Als Hauptbedrohung für den Dingo gelten Habitatzerstückelung, Habitatveränderung und die Vermischung mit anderen Haushunden.

Alle anderen wilden Hunde gelten als Schädlinge. Allerdings wird allen wildlebenden Hunden in Schutzzonen derselbe Schutz gewährt, da eine separate Handhabe nicht möglich ist.

Dieser Zustand ist allerdings noch relativ neu. Die Bemühungen der Dingo-Erhaltungs-Vereine in Australien gelten zurzeit aber als ineffektiv, da die meisten ihrer Hunde nicht getestet wurden oder als Mischlinge bekannt sind.

In Parks, Reservaten und anderen nicht landwirtschaftlich genutzten Gebieten sollen diese Populationen nur bekämpft werden, wenn sie eine Gefahr für das Überleben anderer heimischer Fauna darstellen.

Untersuchungen aus dem Jahr deuten allerdings darauf hin, dass selbst eine intensive Kontrolle von Kerngebieten den Prozess der Vermischung wahrscheinlich nicht aufhalten kann.

Bisher gibt es keine genauen Informationen darüber, wie die Ansichten der breiten Öffentlichkeit in Australien gegenüber dem Schutz der Dingos sind.

Über die Haltung von Dingos als Haustier gibt es unterschiedliche Meinungen: Kritiker halten den Dingo auf keinen Fall für geeignet [] , Befürworter sehen keinen Unterschied zu anderen Haushunden.

Dingos können bei häufigem Kontakt mit Menschen sehr zahm werden [20] und zeigen weniger Scheu als Grauwölfe. Andererseits beschreibt er Dingos, die wild und scheu blieben.

Laut Eberhard Trumler sind Dingos sehr klug und anhänglich. Ihre Anhänglichkeit schaffe Probleme, da sie einem überall hin folgen würden.

Die Ausbildungsfähigkeit sei mit hoher Lernfreudigkeit und Auffassungsgabe verbunden, höre aber beim geringsten Zwang auf. Ebenso könnten sie wie andere Haushunde stubenrein werden.

Sie galt damals als illegal, weil die Haltung von Dingos verboten war. Es ist von Land zu Land, innerhalb Australiens auch von Staat zu Staat, unterschiedlich, ob Dingos als Haustiere gehalten werden dürfen oder nicht.

In Südaustralien zum Beispiel dürfen Dingos nur in speziell autorisierten Zoos, Zirkussen und Forschungsinstituten gehalten werden.

Besitz, geplante Domestikation oder kommerzielle Nutzung der Dingos gilt dort als nicht akzeptabel, da dies zur Wiedereinführung von Dingos in Schafgebieten und damit zu Gefahren für Schafe führen würde.

Daneben sollen durch die Zucht aber auch Dingos produziert werden, um sie zu verkaufen beziehungsweise später als Arbeitshunde einzusetzen.

Erste Bemühungen, Dingos beim Zoll einzusetzen, gab es schon in Victoria. Kritiker halten es für möglich, dass diese Hunde Mischlinge aus Dingo und Schäferhund waren.

Die Haltung der Dingos als Haustier und die daraus resultierende Zucht wird von mehreren Seiten kritisiert. Der Erhalt einer Population, die für eine spätere Auswilderung geeignet ist, ist mit Schwierigkeiten verbunden.

Es gäbe keine Untersuchungen zu diesem Thema, insbesondere bei existierenden Dingo-Populationen. Weiterer Kritikpunkt ist die Gefahr, dass Züchter mit Individuen züchten, die leichter zu handhaben sind.

Dadurch kann eine zahmere Population entstehen, die für das Leben in der Wildnis weniger geeignet ist als ihre Vorfahren. Ebenso kann es aufgrund einer anfänglich kleinen Population zum Verlust genetischer Variabilität und damit zu einer höheren Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten kommen.

Ebenso können negative Veränderungen allein aufgrund der Haltung in Gefangenschaft auftreten. Kritiker sind der Ansicht, dass sich erwachsene Dingos nicht als Haustiere wie andere Haushunde eignen würden.

Dingos dächten selbstständiger und die Domestikation sei schwieriger. Dingos seien scheu, mit steigendem Alter würden ihre aggressiven Instinkte die Oberhand gewinnen, Angriffe auf Menschen wahrscheinlicher werden und sie würden meist weglaufen.

Nur wenige Dingos und Dingomischlinge erreichten ein hohes Alter, da die Besitzer nicht wüssten, wie mit ihnen umzugehen sei.

Ein nicht sozialisierter Dingo sei schwer zu kontrollieren. Auch die Zucht von Dingos selbst steht in der Kritik. Laurie Corbett argumentierte, wenn für Dingos Rassestandards und typische Merkmale festgelegt und sie auf diese gezüchtet werden, würden sie keine Dingos bleiben, sondern zu einer neuen Hunderasse werden.

Er fürchtete, dass die Australische Regierung den wildlebenden Dingos nicht mehr den notwendigen Schutz zukommen lassen würde, wenn sie weltweit als Hunderasse anerkannt würden.

Zudem wisse er aus eigenen Versuchen, wie schnell mangelnde Zuchtauslese auch beim Dingo zu degenerativen Ansätzen führt z. Rutenverkürzungen, erhöhte Welpensterblichkeit und Schwächung der Ohrknorpel nach fünf Generationen von Geschwisterverpaarung.

Besonders im Mittelpunkt des Interesses steht bei dieser Thematik die Sandinsel Fraser Island, da die Zahl der Interaktionen von Menschen und Dingos dort aufgrund des Tourismus sehr hoch ist und die meisten Berichte daher von dort kommen.

Je häufiger die Hunde gefüttert werden oder Essensreste vorfinden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sämtliche Vorsicht vor Menschen verlieren und in manchen Fällen aggressiv reagieren, wenn sie keine Nahrung mehr vorfinden.

Durch die dortige Tourismusindustrie wurde gefördert, dass sich Menschen Dingos ohne Vorsicht nähern und solche Begegnungen wurden von den Besuchern förmlich erwartet.

Dingos zeigten eher aggressives Verhalten, wenn Menschen davonliefen, und zeigten sich eher eingeschüchtert, wenn diese sich selbstbewusst oder aggressiv auf die Dingos zubewegten.

Eine unterwürfige Haltung der Menschen schien eine neutrale oder unterwürfige Reaktion der Dingos zu verursachen. Dass Dingos gegenüber Menschen aggressives Verhalten zeigen, scheint zu verschiedenen Zeiten im Jahr gleich wahrscheinlich zu sein.

Allerdings könnten erwachsene Dingos während der Paarungszeit am gefährlichsten sein und weibliche Dingos besonders dann, wenn sie Welpen aufziehen.

Auch wenn eine Gewöhnung an Menschen auf unterschiedliche Weise die grundlegende Ursache für Angriffe zu sein scheint, ist es nicht klar, was letztendlich die Gründe und Auslöser für Angriffe und Drohungen gegenüber Menschen ist.

Angriffe könnten ebenfalls durch falsche Reaktionen von Menschen auf Dominanz- und Aggressionsverhalten von Dingos ausgelöst werden. Dass manche Dingos Menschen als Beute ansehen könnten, wird ebenfalls für möglich gehalten, weil Menschen, insbesondere Kinder, theoretisch überwältigt werden können.

Dass Dingos Kinder angreifen, ist bekannt, und bereits gab es einen dokumentierten Fall, in dem ein halbzahmer Dingo ein einjähriges Aborigine-Kind davonschleppte.

Um besser auf Dingoangriffe reagieren zu können, wird eine verbesserte Erfassung von problematischen Fällen verlangt. Ebenso sollen zur Steigerung der Angst gegenüber Menschen nicht-tödliche Projektilwaffen, Spraydosen mit entsprechendem Inhalt, Stockpeitsche und aversive Köder gegen Dingos eingesetzt werden.

Das Verhalten der Menschen kann diese Methoden jedoch unterminieren weshalb das Hauptaugenmerk darauf liegt, das Verhalten der Menschen zu beeinflussen.

Zudem realisieren Menschen nicht, wie anpassungsfähig und schnell Dingos sind. Sie bleiben daher nicht achtsam genug und rechnen beispielsweise nicht damit, dass Dingos auch Nahrungsmittel wie Früchte und Gemüse stehlen.

Zudem sollen Touristen in einigen Parks von der Vielzahl von Vorschriften verwirrt sein und werden in einigen Fällen sogar dazu aufgefordert, Wildtiere zu füttern.

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dingo Begriffsklärung aufgeführt. Nicht mehr online verfügbar.

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